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Die Geschichte des Châteauneuf-du-Pape Weingutes Clos du Caillou

Spitzenweingut von der südlichen Rhône

Die Geschichte von Clos du Caillou beginnt 1895 als der berühmte Bauingenieur  Élie Dussaud (Erbauer von Schloss Val-Seille in Courthézon, dem Suezkanal und des Hafen von Marseille) ein Jagdschlösschen mit Keller inmitten eines Waldes erbaut.

 

Im Jahre 1935 wurde die Appellation Châteauneuf-du-Pape als eine der ersten Appellationen Frankreichs geschützt. Die strengen Gesetze der Appellation legten vieles fest, um einen möglichst hohen Qualitätsstandard bei ihren Weinen zu erreichen. So wurden zum Beispiel 13 Rebsorten zugelassen (seit 2009 sind es 18), der Ertrag pro Hektar wurde reglementiert und eine Mindesthöhe des Alkohols wurde vorgeschrieben.

 

Als 1936 Beamte zu Clos du Caillou kamen, die die Böden untersuchen wollten und die Grenzen der Appellation festlegen, wurden sie unfreundlich und mit Waffengewalt vom Hof gejagt. Das lag zum einen  daran, dass das Interesse an der Jagd groß und am Weinbau eher gering war und zum anderen, dass man Angst hatte mit der Einstufung zur Appellation Châteauneuf-du-Pape höhere Steuern zahlen zu müssen. Dies hatte zur Folge, dass mitten im Châteauneuf-du-Pape Gebiet eine kleine Insel Côtes du Rhône entstand. Das ist heute ein Nachteil für die Familie Pouizin-Vacheron, da die Preise für Côtes du Rhône deutlich unter denen von Châteauneuf liegen, aber ein Vorteil für unsere Kunden, die mit dem Clos du Caillou Côtes du Rhône „Quartz“ eine Qualität finden, die sich vor keinem Châteauneuf verstecken muss und das zu einem sehr attraktiven Preis (der Châteauneuf Quartz ist etwa dreimal so teuer wie der Côtes du Rhône).

 

Der eigentliche Aufstieg in die Spitzenklasse der Châteauneuf-weine begann 1955. Paul Pouizin erkannte das große Potential  der Böden und kaufte für seinen Sohn Claude das Anwesen. Der begann damit den Wald zu roden und Reben zu pflanzen. Die kargen sandigen Böden mit ihren großen runden gelb-rötlichen Kieselsteinen, die sich tagsüber aufheizen und nachts die Wärme an die Rebstöcke abgeben, sind ideal für große Châteauneuf. In der direkten Nachbarschaft (ca. 1,5 km Luftlinie entfernt) befindet sich das berühmte Château Rayas, dass auch über ähnliche Böden verfügt. Wenn man die Châteauneuf von sandigen Böden mit denen von schwereren lehmhaltigen Böden vergleicht versteht man den Begriff Terroir. Trotz aller Kraft, opulenter verführerischer Frucht und Alkohol verfügen Châteauneuf  von sandigen Böden, wie Château Rayas und Clos du  Caillou über eine unglaubliche burgundische Eleganz und Feinheit.

 

1995 setzt sich Claude Pouizin zur Ruhe und die jüngste seiner drei Töchter Sylvie übernimmt zusammen mit Ihrem Mann Jean-Denis Vacheron, dem Weinmacher von Domaine Vacheron (Sancerre) das Weingut. Jean-Denis Vacheron war ein großartiger Weinmacher und Qualitätsfanatiker, der es verstand, in kurzer Zeit die Weine von Caillou mit an die Spitze der Appellation zu führen. Leider verstarb er tragischer Weise 2002 bei einem Verkehrsunfall.

 

Heute stehen hinter Clos du Caillou Sylvie Vacheron, ihre beiden Kinder Marilou und Axel zusammen mit dem hochtalentierten  Kellermeister Bruno Gaspard. An der Qualitätsphilosophie hat sich nichts geändert. Man könnte fast meinen, die Weine sind unter Gaspard noch präziser, kolmplexer und feiner geworden.  

 

Schon Claude Pouizin hatte in den Weinbergen naturnah gearbeitet. Seit 2010 ist Clos du Caillou biozertifiziert und die Umstellung auf biodynamischen Anbau hat gerade in den jüngsten Jahrgängen noch einmal für einen enormen Qualitätsschub gesorgt. Wenn man die letzten Jahrgänge verkostet, stellt man fest, dass die Weine von Clos du Caillou wahrscheinlich noch nie besser waren als heute!

 

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