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Vegane Weine

Weder Fleisch noch Fisch...

Wie kann Wein denn nicht vegan sein? Wein ist doch immer vegan?!? Solche, oder so ähnliche Aussagen bekommen wir oft zu hören. Doch leider müssen wir dann oft den romantisch verklärten Mythos von Wein als reinem Naturprodukt zerstören. Als um die Jahrtausenwende z. B: die Kennzeichnungspflicht für Sulfite aufkam waren viele Weintrinker entrüstet, warum denn in ihrem geliebten Wein, den sie schon seit vielen Jahren trinken plötzlich Sulfite enthalten wären. Selbstverständlich war das keine kellertechnische Innovation, sondern Schwelfel wird dem Wein schon seit Jahrhunderten zugesetzt. Nur musste inzwischen darauf hingewiesen werden. 
In den darauf folgenden Jahren wurde das Thema Bio, bzw. Biodynamie immer wichtiger: Verzicht auf Herbizide, Pestizide, resourcenschonender Anbau, Ökosystem statt Monokultur. Inzwischen ist aber das Thema Biowein so weit in der Mitte der Gesellschaft angekommen, dass es schon fast als selbstverständlich wahrgenommen wird.

Was in den letzten Jahren aber extrem an Bedeutung zugenommen hat, ist das Thema vegane Weine. Vegan heißt an dieser Stelle, dass der Wein weder mit Gelatine, Eiweiß oder Hausenblase geklärt wird. Auch alles keine neuen Hexereien, sondern auch schon lange Usus in der Weinbereitung. Inzwischen haben sich allerdings Kieselsol, Bentonit und die Klärung durch Sedimentierung (also das gute alte Abwarten, bis sich die Trübstoffe am Boden absetzen) durchgesetzt. Man sieht schon, es gibt inzwischen ausreichend tierfreundliche Alternativen, reinen Wein in die Flasche zu füllen. Viele Weingüter sind inzwischen auch dementsprechend zertifiziert.

Doch was ist mit jenen, die zwar tierfreundlich arbeiten, sich aber nicht zertifizierten lassen?. An dieser Stelle muss man etwas tiefer in das Thema einsteigen...
Viele unserer Winzer versichern uns glaubhaft, dass ihr Wein ohne tierische Produkte hergestellt wird. ABER: Wie vegan ist es, wenn die biodynamisch arbeitenden Güter dunggefüllte Kuhhörner im Weinberg vergraben, um ihre Präparate zu dynamiseren?  Wie tiergerecht ist es, einige Parzellen z. B. mit Pferden zu bewirtschaften? 
Wer kann eigentlich garantieren, dass während der Lese nicht doch ein Marienkäfer mit in die Presse gerät. Ist der Etikettenkleber auch wirklich ohne Knochenmehl?
Was ist, wenn der Wein auf Muschelkalk wächst? Für viele Winzer genug offene Fragen, um sich nicht zertifizieren zu lassen. 

Ihr seht, das Thema kann man weit aufdröseln und wir haben auch nicht auf alle Fragen Antworten. Wir haben uns aber von vielen unserer Winzer inzwischen glaubhaft versichern lassen, dass auf jeden Fall im Keller keine tierischen Produkte zum Einsatz kommen. Hier  findet Ihr schon eine ganze Auswahl, die Ihr als Veganer guten Gewissens zu euch nehmen könnt. Selbstverständlich stehen wir euch auch offline gerne mit Rat und Tat zur Seite. 

 

Hier übrigens ein Paar Namen von Weingütern, die im Keller ohne tierische Produkte arbeiten:DE: Braunewell, Markus und Karl Pfaffmann, Pfirmann, Molitor, Pflüger, Schnaitmann, Seckinger,Weingut am Stein, Manz, Max Müller, Sven Leiner AT: Hans Schwarz, Loimer, Mantlerhof, Preisinger, Tement, Wieninger, IT Loacker, Foradori, ES: Bodegas Juan Gil, Bodegas Atalaya,

 

 

 

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